Merkels Dekolleté
Je mehr Haut – umso weniger Professionalität

Es hätte kein Millimeter mehr sein dürfen, das Dekolleté der Bundeskanzlerin. Der Ausschnitt ihres Kleides, das sie bei der Operneröffnung in Oslo trug war gewagt - aber tragbar.

Sicher ist es mit so einem tiefen Ausschnitt etwas schwierig beim Bewegen. Beim Begrüßen muss man immer aufrecht bleiben - das hätte Angela Merkel vielleicht etwas üben müssen vor ihrem großen Auftritt. Denn ein solcher war es ohne Frage.

Beim Begrüßen hat sie sich zu weit nach vorne gebeugt, das majestätische Grüßen will geübt sein. Das Rauschen - oder besser schon die Aufregung -, das dieses Dekolleté im Blätterwald verursacht, ist erstaunlich. Etlichen Illustrierten ist es gar im Online eine Bildergalerie wert oder sogar Leser-Abstimmungen, ob sie dieses Dekolleté zu tief fänden oder nicht.

Französinnen dürften sich darüber wundern. Dürfen bei ihnen im Berufsalltag doch durchaus Blusen einen Knopf mehr geöffnet und der Rock durchaus etwas kürzer sein als hier zu Lande. Ohne dass es irgendjemanden bewegt.

Eine Etikette-Vorlage für Politikerinnen über die Tiefe ihrer Ausschnitte gibt es nicht. Grundsätzlich gilt, Das Zeigen von Haut geht immer auf Kosten der Professionalität. Und: Eine Bundeskanzlerin ist immer im Dienst. Professionalität braucht Angela Merkel nicht mehr unter Beweis stellen. Dennoch sollte das äußere Erscheinungsbild stets zurück treten gegenüber der Aufgabe. Im Mittelpunkt steht das Repräsentieren des Landes und deshalb wird sie anders wahrgenommen als andere Damen. Stören darf das Äußere die Funktion nicht. Die FFF-Formel amerikanischer Architekten heißt schließlich "Form follows function".

Zurück zu Angela Merkel. War es nicht vielleicht eher eine stille Retourkutsche für all die Nörgler, die sich jahrelang schon ihr gegenüber Kritik anmaßten, die sie keinem männlichen Politiker zugemutet hätten? Schaut man sich im Plenum um, gibt es dort durchaus Korrekturbedarf.

Redaktion: Claudia Tödtmann

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