Mitarbeiter im Dienst kann fristlos entlassen werden
Trunkenheit: Kündigung ist gerechtfertigt

Ein Mitarbeiter muss mit seiner fristlosen Kündigung rechnen, wenn er betrunken zum Dienst erscheint. Dieses geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

Im behandelten Fall klagte ein Tankschutzmonteur gegen seine fristlose Entlassung. Der Arbeitnehmer war für die Wartung und Reinigung von Tankanlagen zur Lagerung von Gefahrstoffen zuständig und bereits mehrfach betrunken zur Arbeit erschienen. Nachdem der Arbeitgeber ihn erfolglos abgemahnt hatte, kündigte er dem Arbeitnehmer fristlos.

Die Richter sahen die fristlose Kündigung als rechtens an und wiesen die Klage zurück. Das LAG begründete seine Entscheidung folgendermaßen: Angesichts der gefährlichen Arbeit des Klägers sei dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, den Mitarbeiter länger zu beschäftigen. Die Kündigung diene auch dem Schutz der Kollegen.

Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass der Arbeitnehmer durch seine Trunkenheit für sich selbst eine Gefährdung darstellt.

Allerdings kann bei einer Alkoholkrankheit eine solche Kündigung aus sozialen Gründen nicht gerechtfertigt sein.

(LAG Rheinland-Pfalz, AZ: 7 Sa 240/04)

Quelle: Creditreform Nr.03 vom 01.03.2005 Seite 037

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