Nachzahlung: Auch Messe-Hostessen sind Arbeitnehmerinnen

Nachzahlung
Auch Messe-Hostessen sind Arbeitnehmerinnen

Das Landessozialgericht in Darmstadt hat eine Frankfurter Messe-Agentur zur Nachzahlung von Beiträgen zur Sozialversicherung verurteilt. Denn auch Messe-Hostessen müssen von ihrer Vermittlungsagentur als Arbeitnehmerinnen behandelt werden.

HB DARMSTADT. Ein Rentenversicherungsträger hatte die Beitragszahlungen nach einer Betriebsprüfung verlangt. Die Agentur wehrte sich dagegen mit dem Argument, die Hostessen hätten ordnungsgemäß ein Gewerbe angemeldet und arbeiteten als Selbstständige.

Mit dem am Montag veröffentlichten Urteil (L 8/14 KR 334/04) verwarf der 8. Senat des Landessozialgerichts eine Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die Hostessen - meist Studentinnen - keine selbstbestimmte, nach eigenen Vorstellungen geplante Arbeit leisteten, sondern weitgehend weisungsgebunden tätig seien. So seien ihnen Einsatzzeiten, Erscheinungsbild und Formulierungen im Umgang mit den Kunden vorgegeben worden. Damit habe die Agentur ihnen gegenüber Weisungsrechte ausgeübt. Auch hätten die Frauen kein unternehmerisches Risiko getragen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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