Networxs gibt Anteile an Stellenbörse ab
Monster will Jobline schlucken

Die Konsolidierung im Markt der Onlinestellenbörsen gewinnt an Fahrt. Die Muttergesellschaft der Stellenbörse Monster, TMP Worldwide, will für 115 Millionen $ in bar den Anbieter Jobline übernehmen.

jgo DÜSSELDORF. Das schwedische Untenehmen hat seinen Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen. Die Beteiligungsgesellschaft der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die bislang 45 Prozent an Jobline.de hält, will ihren Anteil für den Verkauf an Jobline International abgeben. Der Verkauf der Anteile kommt nur zu Stande, wenn die Jobline-Aktionäre der Übernahme zustimmen, was aber angesichts des deutlichen Aufpreises gegenüber den letzten Kursnotierungen vor dem Angebot eher als Formsache gilt. Eine Sprecherin der Networxs AG sagte auf Anfrage, eine Entscheidung werde bis zum 7. Juli erwartet.

TMP ist Betreiber des Karriereportals Monster.com, das nach den USA die Märkte in Frankreich und Großbritannien aufgerollt hat. Durch eine Übernahme will Monster vor allem seine Präsenz in den Staaten Skandinaviens ausbauen und ist dann in 14 Staaten Europas vertreten. Monster kommt nach eigenen Angaben auf 28,6 Millionen Visits im Monat und ist mit 485&nsp;000 Stellenangeboten der weltweit führende Anbieter. Den Jobline-Aktionären bietet TMP 30,70 Schwedische Kronen pro Aktie.

Erster Exit in schwierigem Umfeld

Für die Holtzbrinck Networxs AG ist der Ausstieg aus Jobline.de der erste Exit in ihrem zurzeit 13 Unternehmen umfassenden Portfolio. Jobline.de war im Februar 2000 gemeinsam von der Verlags-Beteiligungsgesellschaft und Jobline International gegründet worden. In das Unternehmen ging die zuvor von der Verlagsgruppe Handelsblatt betriebene Stellenbörse Karriere direkt mit ein. Unternehmensangaben nach haben sich bei Jobline.de 150&nsp;000 Stellensuchende registriert.

Zu den Modalitäten des Exit machte die Corporate Venture Capital-Gesellschaft keine genauen Angaben. Vorstand Konstantin Urban wurde in einer Mitteilung mit den Worten zitiert, das "schwierige Marktumfeld" stelle Wagniskapitalgeber derzeit vor große Herausforderungen. Dem Unternehmen sei es gelungen, "einen erfolgreichen Exit durchgeführt zu haben".

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