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Neue zusätzliche Versicherung für Zahnersatz

Die Krankenkassen haben nach den seit dem 1. 1. 2004 geltenden ...

Die Krankenkassen haben nach den seit dem 1. 1. 2004 geltenden gesetzlichen Vorschriften (§§ 55 und 56 SGB V) in ihren Satzungen nach den gesetzlichen Vorgaben Festzuschüsse bei einer medizinische notwendigen Versorgung mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen für die Fälle vorzusehen, in denen eine zahnprothetische Versorgung notwendig ist. Für Mitglieder, die Anspruch auf diese zahnprothetische Versorgung haben, haben die Krankenkassen in ihrer Satzung nach § 58 SGB V vom 1. 1. 2005 an einen Beitrag vorzusehen, der von den Mitgliedern allein zu tragen ist. Die Höhe des Beitrags wird von den Spitzenverbänden der Krankenkassen gemeinsam und einheitlich jeweils bis zum 1. 10. für das folgende Kalenderjahr, erstmals zum 1. 10. 2004 festgelegt.
Sofern Mitglieder von Krankenkassen eine Bescheinigung eines privaten Krankenversicherungsunternehmens (PKV) darüber vorlegen, dass sie von diesem für sich und ihre anspruchsberechtigten Angehörigen Vertragsleistungen für zahnprothetische Versorgung beanspruchen können, die denen der Krankenkassen vergleichbar sind, entfällt sowohl der Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse dauerhaft als auch die Verpflichtung zur Zahlung des Beitrags für zahnprothetische Versorgung an die Krankenkasse.
Nachdem die privaten Krankenversicherer zunächst davon ausgegangen waren, dass sie allein für die zusätzliche Versicherung für zahnprothetische Leistungen zuständig seien, hatten sie für die 20- bis 40-jährigen Versicherten einen im Rahmen einer Mischkalkulation einen einheitlichen Monatsbeitrag von 7,50 € errechnet. Außerdem versprachen sie, die Kinder der Versicherten - wie in der gesetzlichen Krankenversicherung - beitragsfrei zu stellen. Nachdem die Bundesregierung auch den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eröffnete, Zusatztarife für zahnprothetische Versorgung anzubieten, gilt die seinerzeitige Mischkalkulation nicht mehr.
Die Privatversicherungen können derzeit offensichtlich noch keine Antworten auf Fragen nach den möglichen Tarifen für zahnprothetische Versorgung geben. Es verlautet inzwischen nur, dass die Monatsprämie über 7,50 € liegen werde und keinesfalls vor Mitte des Jahres feststehen werde. Aber auch die Krankenkassen können den voraussichtlichen einheitlichen Beitrag für die prothetische Verasorgung noch nicht nennen.
Die Mitglieder von Krankenkassen können jedoch in Ruhe abwarten und abwägen, bei wem sie die zusätzliche Versicherung für zahnprothetische Leistungen abschließen wollen. Sie müssen sich erst Ende des Jahres entscheiden, ob sie die von ihrer Krankenkasse angebotene zusätzliche Versicherung für prothetische Versorgung oder einen solche Versicherung bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abschließen. Sie können daher in aller Ruhe kritisch die beiden Möglichkeiten abwägen und sich - wenn sowohl die Beiträge der Krankenkassen als auch die Prämien der privaten Krankenversicherungsunternehmen bekannt sind - dann entscheiden.

Quelle: DER BETRIEB, 04.05.2004

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