Neues Angebot
Goethe Business School: Vollzeit-MBA läuft gut an

Die ersten Vollzeit-MBAler studieren jetzt an der Goethe Business School. Vor allem die Kombination aus Tradition und Moderne am Standort Frankfurt zieht die Studenten an. Trotzdem warten noch einige Herausforderungen auf die junge, deutsche Hochschule.
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FRANKFURT. Dass in seinem ersten Vollzeit-MBA-Kurs 15 bis 20 Teilnehmer sitzen, darauf hatte Andreas Hackethal, Dekan der Goethe Business School (GBS) in Frankfurt gehofft. Vergangene Woche konnte er die neuen Studenten begrüßen – 29 sind es geworden.

Mit Spannung war nicht nur dieser Kurs erwartet worden. Gleiches galt für den neu gestalteten Executive MBA, den die GBS nicht mehr als Dual-Degree-Programm mit dem Partner Duke anbietet, sondern nur mit dem MBA-Titel der GBS und einem Duke-Zertifikat. 34 Teilnehmer zählt dieser, 20 waren angepeilt.

Die Teilnehmerzahl im Vollzeit-MBA müsse man anerkennen, meint Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management: „Immerhin startet wieder ein neuer MBA in Deutschland.“ Die Krise hat der Goethe Business School dabei in die Hände gespielt. Gerade jetzt können Interessenten für den MBA aus dem Beruf aussteigen oder eine unfreiwillige Auszeit nutzen. Das spüren viele Schulen, die Bewerberzahlen steigen. „Wir analysieren noch die genauen Gründe, warum die Studenten zu uns kommen“, sagt Hackethal. Die Kombination aus traditioneller Universität wie Frankfurt und dem jungen, neu Geschaffenen könne für viele ein Anreiz gewesen sein, sich zu bewerben. „Der Standort Frankfurt ist ein Riesenvorteil“, weiß der GBS-Chef.

Selbst nach dem Ende des Dual-Degree-Programms mit Duke greift Hackethal für den Vollzeit-MBA auf dessen Dozenten zurück. „Auch in unserem Vollzeit-MBA lehren Duke-Professoren“, sagt er.

In der Klasse dominieren mit fast einem Drittel der Studenten Inder, 14 Prozent der Studenten sind Deutsche. Im Standardtest GMAT, den auch die GBS verlangt, haben die 29 Eleven im Schnitt unter 600 Punkte erreicht. Wettbewerber wie die Mannheim Business School oder die Gisma Business School in Hannover haben im Vollzeitprogramm mit 665 beziehungsweise 620 höhere Werte, die Universität St. Gallen gibt ihn in diesem Jahr mit 690 an. „Wir haben den GMAT-Test in diesem ersten Jahr nicht stark betont, sondern eher Vielfalt und Qualität der Berufserfahrung“, begründet Hackethal das Ergebnis. „Das ist sicher keine Traumleistung, aber für den ersten Jahrgang sollte man das anerkennen“, sagt Frankfurt-School-Präsident Steffens. Doch um in der oberen Liga mitzuspielen, muss der Wert steigen. „Mittelfristig peilen wir einen Durchschnitt von über 650 Punkten an“, sagt Hackethal.

Nachdem der erste Vollzeit-MBA läuft, kann er sich nun neuen Aufgaben widmen. „Das Jahr 2010 wird bei uns ganz im Zeichen der Customized-Programme stehen“, sagt der GBS-Dekan. In diesem Segment der auf Firmen zugeschnittenen Weiterbildungsangebote will die GBS branchenspezifische, aufeinander aufbauende Programme etablieren, die zum Beispiel Berater auf ihrem Karriereweg begleiten. Vor einem Jahr hätten viele Firmen ihre Programme verschoben. „Doch jetzt bekommen wir häufiger und insgesamt mehr Anfragen“, sagt Hackethal.

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