Neues Gesetz
Wenn Krankheit zur Chefsache wird

Der Krankenstand bei den Arbeitnehmern ist so niedrig wie nie. Gleichwohl bleibt es für Arbeitgeber ein ganz wichtiges Thema: Wann und wie lange müssen sie weiter Lohn zahlen, wenn ein Mitarbeiter ausfällt?

mwo KASSEL. Seit Jahresbeginn ist jetzt ein neues Gesetz in Kraft, das alle Chefs kennen sollten. Genauso wie ein neues Urteil des Bundesarbeitgerichts (BAG), in dem die Bundesrichter ihre Haltung zur Lohnfortzahlung arbeitgeberfreundlicher gestalten (Az.: 5 AZR 389/04).

Das "Aufwendungsausgleichsgesetz" (AAG), das Details zur Umlage für die Entgeltfortzahlung regelt, war notwendig geworden, weil das Verfassungsgericht 2003 Nachbesserungen beim Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Mutterschaft und Schwangerschaft gefordert hatte. Um einer möglichen Frauendiskriminierung besser vorzubeugen, wird die Umlage "U2" nun auch bei mittleren und Großbetrieben erhoben. Aus dieser Umlage bekommen Arbeitgeber ihre durch den Mutterschutz entstehenden Kosten ersetzt.

Nach dem neuen Gesetz bekommt gleichzeitig auch die Umlage für die reguläre Entgeltfortzahlung eine breitere Basis. Die "U1" wird nun auch für Angestellte erhoben, und zwar einheitlich für alle Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten. "Das ist praktikabel und schafft mehr Gerechtigkeit", meint Frank Maier, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Kanzlei Bornheim, von Rosenthal & Kollegen in Heidelberg. Bislang waren nur Arbeiter und Auszubildende erfasst.

Seite 1:

Wenn Krankheit zur Chefsache wird

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%