Neues Handbuch
Internationalen Organisationen fehlen deutsche Führungskräfte

Deutsche Studenten sollen vermehrt Karriere in internationalen Organisationen machen. „Nach Auffassung des Auswärtigen Amtes arbeiten nicht genug deutsche Führungskräfte auf internationaler Ebene“, sagte Ditmar Königsfeld vom Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) am Mittwoch in Bonn.

HB/dpa BONN. Zurzeit gebe es 44 000 Stellen in internationalen Organisationen, die mit dem höheren Dienst in Deutschland vergleichbar seien, erklärte der ZAV-Experte für den internationalen Arbeitsmarkt, Helmut Westkamp. Gegenwärtig arbeiteten dort 4100 Deutsche. Doch es fehle an besetzten Positionen im mittleren Management, einer niedrigeren Stufe. Da es auf dieser Stufe zu wenig Deutsche gebe, könnten auch nur begrenzt Deutsche in frei werdende Führungspositionen nachrücken.

Ein neues Handbuch der ZAV soll Studenten gezielt über die Anforderungen für eine internationale Karriere und Bewerbungsmodalitäten informieren. Es zeigt häufig geforderte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Praktika auf.

„Königsweg bleibt allerdings das Programm Beigeordnete Sachverständige, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 10,6 Mill. € finanziert wird“, sagte Westkamp. Mit dem Programm werde die Arbeit von 40 bis 50 Hochschulabsolventen in internationalen Organisationen über zwei Jahre gefördert.

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