„Nicht freiwillig in die Selbstständigkeit": Wachsende Konkurrenz macht Freiberuflern zu schaffen

„Nicht freiwillig in die Selbstständigkeit"
Wachsende Konkurrenz macht Freiberuflern zu schaffen

Wachsender Konkurrenzdruck führt bei zahlreichen Freiberuflern zu einer angespannten wirtschaftlichen Lage. Darauf wies am Dienstag das Institut für Freie Berufe (IFB) an der Universität Erlangen-Nürnberg hin.

HB NÜRNBERG. Da der öffentliche Dienst und die Privatwirtschaft immer weniger Stellen anböten, nehme der Drang in die Freiberuflichkeit zu. Die Zahl der Selbstständigen in Freien Berufen habe sich 2003 um vier Prozent auf 815 000 erhöht. „Viele gehen nicht ganz freiwillig in die Selbstständigkeit“, sagte die IFB-Gründungsberaterin Maria Kräuter. Entsprechend schwer sei es, Fuß zu fassen.

Den Anteil der Freien Berufe an der Gesamtzahl der Selbstständigen in Deutschland beziffert das Institut auf etwa 20 Prozent. Dazu gehören Ingenieure, Architekten, Anwälte, Steuerberater, Ärzte, Apotheker, Journalisten oder Schauspieler. Besonders schwierig sei die Lage gegenwärtig für Architekten und Anwälte.

Viele Freiberufler müssten angesichts undurchschaubarer gesetzlicher Regelungen zunehmend als Mittler zwischen Bürger und Staat fungieren, sagte der stellvertretende IFB-Geschäftsführer Willi Oberlander. Durch die Überregulierung im Gesundheitswesen habe etwa der Arztberuf an Attraktivität verloren. „Budgetierungen, Deckelungen oder die Praxisgebühr widersprechen dem Selbstverständnis und den eigentlichen Aufgaben von Ärzten und anderen Angehörigen der Heilberufe“, sagte Oberlander.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%