Nur signifikante Tätigkeiten gehören ins Zeugnis
Im Arbeitszeugnis nicht nur fachliche Qualität betonen

In einem Arbeitszeugnis darf der Arbeitgeber nicht nur die fachliche Qualität des Mitarbeiters hervorheben. Durch das Weglassen anderer Aspekte entsteht der Eindruck von Schwächen.

HB MAINZ. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Zugleich machten die Richter deutlich, dass in das Zeugnis nur signifikante Tätigkeiten aufgenommen werden müssten.

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage des Angestellten einer Bundesbehörde teilweise statt. Der Kläger hatte sich unter anderem gegen die Formulierung "fachlich entsprach er den Anforderungen und Erwartungen in jeder Hinsicht" gewandt und das Streichen des Wortes "fachlich" verlangt. Ansonsten könne der Eindruck entstehen, dass er in anderer Hinsicht nicht den Erwartungen entsprach. Das LAG folgte dem Kläger in diesem Punkt. Insoweit werteten die Richter das Arbeitszeugnis als lückenhaft. In einem anderen Punkt zur angeblichen Übernahme von Leitungsfunktionen scheiterte der Kläger indes.

Az.: 6 Sa 954/03

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