Ökonomische Bildung an deutschen Hochschulen: Das Angebot an Kurzstudiengängen wächst
Der Bachelor kommt in Mode

Die Tage der Studienabschlüsse made in Germany sind gezählt. Bachelor und Master sollen bis 2010 die bestehenden Abschlüsse Diplom, Magister und Staatsexamen ersetzen.

KÖLN. Den Grundstein dafür legten die Bildungsminister von 29 Staaten vor fünf Jahren im italienischen Bologna, als sie beschlossen, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen.

Zentrales Element der universitären Neuordnung ist ein System, das nach sechs Semestern als berufsqualifizierenden Abschluss Nummer Eins den Bachelor vergibt. Mit dem in der Tasche steigt der Absolvent entweder ins Berufsleben ein oder hängt einen zwei- bis viersemestrigen spezialisierten Master-Studiengang an. Durch die kürzeren Studienzeiten sollen die Absolventen zum einen früher in den Job kommen, es zum anderen aber auch leichter haben auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Ein potenzieller Arbeitgeber im Ausland muss dann nicht mehr rätseln, wofür der deutsche Abschluss steht und was er von dem Bewerber erwarten kann.

Viele Bundesländer wollen mit der Umstrukturierung nicht warten bis 2010. Und so waren im Wintersemester 2002/2003 bereits mehr als 48 000 Studierende in Bachelor-Studiengängen eingeschrieben. Mit bundesweit 951 machen die schon 8,5 Prozent des Gesamtangebots der Hochschulen aus. 117 Bachelor-Angebote stammen allein aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften, die meisten davon gibt es in Betriebswirtschaftslehre. Wer sein Wirtschaftsstudium auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache absolvieren möchte, kann momentan zwischen 48 internationalen Studiengängen wählen.

An der Universität Frankfurt am Main ist die Kurzform des BWL-Studiums seit einem Jahr möglich. Im Grundstudium gibt es keine Unterschiede zum Diplomstudiengang, der noch parallel existiert. Denn auch ein Bachelor muss die Grundzüge der Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre lernen, Statistik pauken und wirtschaftsrelevante Gesetze kennen.

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