Ölreserven müssen um 20 Prozent nach unten korigiert werden
Shell-Manager gehen leer aus

Wegen des Ölreserven-Debakels müssen die Spitzenmanager des britisch-niederländischen Ölriesen Shell auf Prämien und Boni in Millionenhöhe verzichten.

HB LONDON. Den für die Krise verantwortlichen Managern würden für das Jahr 2003 keine Sonderprämien zusätzlich zu ihrem Gehalt gezahlt werden, teilte Shell am Freitag in London mit. Auch der neue Konzernchef, Jeroen van der Veer, werde auf seinen Jahresbonus in Höhe von 1,2 Millionen Euro verzichten.

Die übrigen Manager, die von der Streichung der Sonderprämien betroffen sind, gehören dem Konzern nicht mehr an. Zu ihnen zählt auch Ex-Konzernchef Sir Philip Watts, der im März zum Rücktritt gezwungen worden war. Mit ihm hatten mehrere Direktoren den Hut genommen.

Shell hatte erstmals im Januar mit der Ankündigung schockiert, dass die Ölreserven um 20 Prozent nach unten korrigiert werden müssten. Darauf folgten vier weitere Anpassungen. Anfang dieser Woche wurden die Reserven um weitere 120 Millionen Barrel reduziert. Sie sind damit um 4,47 Milliarden Barrel geringer als noch zu Anfang des Jahres angenommen. Die nachgewiesenen Reserven liegen demnach jetzt bei 14,35 Milliarden Barrel.

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