"Opfer" ging zu Boden
Fristloser Rausschmiss wegen „Kopfnuss“ bei der Arbeit

Tätlichkeiten während der Arbeitszeit rechtfertigen auch dann eine fristlose Kündigung, wenn es sich bei dem Opfer nicht um einen Kollegen handelt.

HB FRANKFURT. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil entschieden. Die Richter wiesen die Klage eines Gepäckfahrers am Frankfurter Flughafen zurück (Az: 1 Ca 2236/05).

Der für die Auslieferung von Getränken zuständige Fahrer war auf dem Flughafengelände von dem Mitarbeiter einer Spedition angehalten worden, weil dieser sich ein Getränk nehmen wollte. Voller Zorn versetzte ihm der Fahrer eine "Kopfnuss" - das Opfer ging zu Boden und musste im Krankenhaus operiert werden.

Laut Urteil ist bei derart schwerwiegenden Tätlichkeiten keine Abmahnung oder innerbetriebliche Versetzung mehr geboten. Auch wenn das Opfer zu einer anderen Firma gehört habe, sei während der Arbeitszeit der Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt worden.

Die fristlose Kündigung sei gerechtfertigt, so der Vorsitzende Richter.

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