Outplacementberater wildern bei den Headhuntern
Interessenkonflikte sind programmiert

Das Outplacement-Geschäft ist schwieriger geworden. Während die klassische Beratung bisher Kandidaten fit machte für die Stellensuche, wird heute immer intensiver mitgesucht.

Jobhunter schnüffeln auch andere Branchen nach attraktiven offenen Stellen ab, die auf das Profil des Klienten passen könnten.

Die Bilanz der Spezialisten für faire Kündigungen, wie sie sich selbst nennen, lässt sich sehen, meint man beim Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater, der auch die Outplacementberater vertritt: Der Umsatz der Branche sei stark gestiegen, berichtet Ulrich Küntzel, Vorsitzender des Fachverbandes Outplacementberatung.

Der klassische Kandidat ist ein 43-jähriger Mann, war achteinhalb Jahre in seiner letzten Position und verdiente 90 000 Euro im Jahr. Im Schnitt dauert die Vermittlung sechseinhalb Monate. Vor zwei Jahren ging es vier Wochen schneller.

„Der Erfolg basiert auf Direktansprache, Kontakten des Beraters und Klienten sowie auf Kontakten zu Headhuntern“, beschreibt Küntzel. Dabei gilt manchem Anbieter die Zusammenarbeit mit Headhuntern als ehrenrührig. Die Frage ist, wie lange in einem schwierigen Umfeld auf die Profi-Schnüffelnasen verzichtet werden kann. Denn von der schnell gefundenen neuen Position, die auch noch exakt passen soll, hängt die Zufriedenheit mit den Beratern ab. Und auch das: Ob auf das alte Unternehmen im Zorn zurückgeblickt wird oder nicht. Je schneller ein Kandidat woanders unterkommt umso besser.

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