Provisionszahlungen
Angestellte müssen angemessen entlohnt werden

Provisionszahlungen als Gehalt müssen arbeitsrechtlichen Maßstäben genügen, erklärt Alexander Littich, Leiter der Kanzlei Ecovis Gietl + Collegen in Landshut.

Herr Littich, um zu sparen, stellen Unternehmen Berufseinsteiger seit Neuestem gerne auf Vollprovisionsbasis ein. Kommt ohne Fixgehalt denn überhaupt eine Festanstellung zustande?

Grundsätzlich gibt es neben dem selbstständigen auch den fest angestellten Handelsvertreter. Das setzt aber voraus, dass der Mitarbeiter eine Chance hat, mit der Provision auf ein angemessenes, branchenübliches Gehalt zu kommen.

Und falls das nicht gewährleistet ist?

Dann kann der Angestellte auf eine branchenangemessene Bezahlung klagen.

Was ist bei reinen Provisionszahlungen mit der Lohnfortzahlung im Urlaub und im Krankheitsfall und den Sozialbeiträgen?

Die Lohnfortzahlung bei Krankheit ist gesetzlich verankert und kann durch Vertrag nicht ausgeschlossen werden. Und wenn jemand angestellt, also abhängig beschäftigt oder arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger ist, dann ist er auch sozialversichert. Die Beiträge werden von den Provisionen abgerechnet. Das kann erhebliche Nachteile haben für den Rentenanspruch, da in schlechten Monaten nichts aufs Rentenkonto fließt und die Beiträge in guten Monaten nur bis zur Sozialversicherungsgrenze berücksichtigt werden.

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