Rechtlich gilt ein Fax als Kopie
Faxkündigung eines Arbeitnehmers unwirksam

Wird einem Arbeitnehmer per Fax die Kündigung übermittelt, so ist diese unwirksam. Dies bekräftigte das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz kürzlich.

Ein Fax ist aus rechtlicher Sicht eine Kopie und erfüllt daher nicht die Voraussetzung einer Kündigung. Denn: Kündigungen müssen immer im Original und mit Unterschrift des Verantwortlichen übergeben werden.

Im verhandelten Fall hatte ein Kraftfahrer gegen seine Entlassung geklagt. Der Arbeitnehmer wurde verdächtigt, am Diebstahl von Transportware beteiligt gewesen zu sein. Der Arbeitgeber kündigte ihm daher fristlos. Der Mitarbeiter bestritt allerdings, das Kündigungsschreiben im Original erhalten zu haben, er hätte nur ein Fax erhalten. Da der Arbeitgeber die Übergabe des Originals nicht beweisen konnte, wurde der Klage des Arbeitnehmers stattgegeben.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung, in einem solchen Fall gehe die Unklarheit zu Lasten des Arbeitgebers. Er habe bei einer Kündigung zu beweisen, dass alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien.

(Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, AZ: 10 Sa 475/03)

Quelle: Creditreform Nr.03 vom 01.03.2005 Seite 037

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