Rechtschutz: Unfreiwilliger Mehrurlaub geht zu eigenen Lasten

Rechtschutz
Unfreiwilliger Mehrurlaub geht zu eigenen Lasten

Arbeitnehmer, die unfreiwillig länger im Urlaub bleiben müssen, müssen für die Verlängerung in der Regel selbst Rechnung tragen. Ausnahme sind die so genannten subjektiven Dienstverhinderungen.

HB DÜSSELDORF. Beispiel Winterurlaub: Ist der Arbeitnehmer durch starkes Schneetreiben, Lawinenabgänge oder ähnliche Naturereignisse gezwungen, länger im Ferienort zu bleiben, entsteht eine so genannte objektive Dienstverhinderung, wie die Rechtschutzversicherung Arag erklärt.

Der Arbeitgeber müsse zwar einer solchen zwangsweisen Urlaubsverlängerung zustimmen, heißt es weiter. Der Beschäftigte kann schließlich nicht für übermäßig viel Schnee verantwortlich gemacht werden. Finanzieren muss er die außerplanmäßigen freien Tage laut Arag aber nicht. Diese gehen zu Lasten des Urlaubskontos des betroffenen Mitarbeiters. Ist dessen Jahresurlaub bereits aufgebraucht, muss der Arbeitnehmer für die Verlängerungstage notfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen.

Ganz anders sieht es bei einer so genannten subjektiven Dienstverhinderung aus wie etwa Todesfällen in der Familie oder bei Gerichtsterminen. In solchen Fällen bleibe der Lohnanspruch des Arbeitnehmers erhalten, so die Versicherung.

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