Rekord bei Aufnahmeprüfungen
Ansturm auf Chinas Unis trotz mieser Aussichten

Veraltete Lehrmethoden, eine ungenügende Finanzierung und ein absehbarer Absolventenüberschuss haben die Aspiranten nicht abschrecken können: 9,5 Millionen junge Chinesen haben an den nationalen Aufnahmeprüfungen für die Hochschulen des Landes teilgenommen - so viele wie noch nie.

HB PEKING. Damit absolvierten am Mittwoch 830000 Kandidaten mehr als im Vorjahr die Zulassugstests. Die 9,5 Millionen Bewerber kämpfen unter massivem Erwartungsdruck ihrer Familien um die lediglich 5,3 Millionen Studienplätze, die nach Berichten der amtlichen chinesischen Medien zur Verfügung stehen.

Nach einem dramatischen Anstieg der Studentenzahlen seit 1999 und wachsenden Klagen über die mangelnde Qualität des Studiums in China dürfte es der letzte Rekord gewesen sein. Die Regierung hat im Mai eine Begrenzung der Hochschulzugänge beschlossen. Die Universitäten sollen jetzt vielmehr ihre Lernstandards verbessern. 60 Prozent der Absolventen finden nach offiziellen Angaben schon keine Arbeit mehr. Die Verdienstmöglichkeiten sind rückläufig.

Nirgendwo in der Welt gibt es so viele Studenten in höheren Bildungseinrichtungen wie in China, wo es 23 Millionen sind. „Auch wenn die Expansion mehr Leuten ein Hochschulstudium ermöglicht, sind sie weiter mit veralteten Lernmethoden, ungenügender Finanzierung und einem Überschuss an Absolventen konfrontiert, die einen Job suchen“, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. 2005 sind mit 5,04 Millionen schon 4,7 mal mehr Studienanfänger zugelassen worden als 1998.

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