Schritt in die Berufswelt
Unternehmen bieten gemeinsame Praktikumsbörsen im Internet an

Praktika sind für Schüler ein wichtiger Weg, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu kommen und erste Schritte in die Berufswelt zu unternehmen. Mittlerweile helfen viele nichtkommerzielle Praktikumsbörsen im Internet Schülern, Lehrern und Unternehmen, geeignete Praktikumsplätze zu finden und motivierte Bewerber anzusprechen.

DÜSSELDORF. Vorreiter ist neben den Industrie- und Handelskammern (IHK) der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft mit „Sprungbrett Bayern“ (www.sprungbrett-bayern.de).

Der virtuelle Praktikumsmarktplatz hat sich seit 2004 nach und nach als bayernweite Kontaktbörse und Bildungsplattform etabliert. Dort sucht das Versicherungsunternehmen Allianz ebenso wie der Autobauer BMW Praktikanten, genauso wie die Klosterbrauerei Kreuzberg.

„Sprungbrett ist ein Netzwerkknoten, der Schüler und Unternehmen auf gute Weise zusammenbringt“, sagt Manfred Theunert, Leiter der Berufsausbildung bei BMW München. Die Schüler müssten heute früh begreifen, welche Anforderungen im Berufsleben auf sie zukommen. Der Autohersteller BMW nimmt jedes Jahr etwa 350 Schülerpraktikanten in München auf. Ein Drittel der früheren Praktikanten beginnt später eine Ausbildung in dem Unternehmen. Der Vorteil für die Firmen ist, dass sie im Internet Schüler ansprechen können, die sich genau für ihr Betriebsspektrum interessieren. Außerdem können die Unternehmen über virtuelle Plattformen Praktikumsmanagement betreiben.

„Vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen ist die Börse eine wichtige Möglichkeit, sich als engagierte Arbeitgeber zu positionieren, die sich intensiv um Nachwuchs bemühen“, erklärt Elisabeth Schmid, Geschäftsführerin des Arbeitkreises Schule-Wirtschaft. Ziel ist es, durch konkrete Maßnahmen praxisnahe Berufsorientierung zu ermöglichen. Etwa 8 000 Praktika werden gerade auf „Sprungbrett“ angeboten. Dazu kommen 1 800 Kooperationsangebote wie Betriebsbesichtigungen oder Lehrerpraktika.

Damit könnte die Initiative des bayerischen Arbeitskreises Vorbild für andere Verbände sein, weil sie eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und Wirtschaft fördert, die über ein einfaches Betriebspraktikum hinausgeht. Unterstützt wird die virtuelle Börse durch die Netzwerkarbeit der 100 bayerischen Arbeitskreise Schule-Wirtschaft, die Kontakte aufbauen und bei den Betrieben für die Plattform werben.

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