Sechs Fragen, sechs Antworten: So starten Sie morgens durch und bleiben wach

Sechs Fragen, sechs Antworten
So starten Sie morgens durch und bleiben wach

Gibt es Hilfsmittel, um tagsüber wach zu bleiben?

Die Klassiker Tee, Kaffee oder Cola helfen - allerdings lässt die Wirkung irgendwann nach, und dann erwischt einen die Müdigkeit um so heftiger. Nützlicher ist ein kurzes Nickerchen. Überdies gilt: Licht an - und zwar richtig. Oft ist das Licht in den Büros zu trüb. Ein Aufenthalt im Freien verbessert die Lichtversorgung deutlich, selbst wenn die Sonne nicht scheint. Manche schwören auf Orangen- oder Zitronenduft; zudem macht eine kühle Umgebung weniger schläfrig als eine warme.

Wie lange sollte man schlafen?

Über die optimale Schlafdauer gibt es unter Experten keine Einigkeit. Mal werden sieben, mal acht und mehr Stunden empfohlen. Zudem schwankt das individuelle Schlafbedürfnis um mehrere Stunden, jedoch mit einer Untergrenze von fünf Stunden. Der Tag (nicht der Morgen) entscheidet, ob die Nacht lang genug war. Wichtig ist nicht allein die Schlafdauer, sondern auch die Schlafqualität.

Kann man ohne Schaden kürzer schlafen als normal?

Wer eine Nacht durcharbeitet, erlebt manchmal, dass er am nächsten Morgen schwungvoller ist als nach durchschlafener Nacht. Schwierig wird es, wenn dem Körper über Tage oder Wochen immer wieder Schlaf entzogen wird. Zwar mobilisieren wir erstaunliche Reserven, insbesondere wenn unsere Tätigkeit nicht monoton ist, doch während der Belastungszeit steigt die gesundheitliche Anfälligkeit. Die Leistung lässt nach und die Kreativität leidet, dasselbe gilt für unsere Konzentration. Bereits eine Nacht ohne Schlaf hat in etwa denselben Effekt auf die Reaktionsgeschwindigkeit wie ein Promille Alkohol im Blut. Schlafforscher führen viele Unfälle und Katastrophen (Tschernobyl, die Havarie des Öltankers Exxon Valdez, die Challenger-Katastrophe) auch auf Übermüdung zurück. Zudem nützt der Schlaf dem Gedächtnis und dem Lernen.

Ist die Frühjahrsmüdigkeit tatsächlich nur Einbildung?

Nein, es gibt sie wirklich, sie trifft aber nicht jeden. Meist tritt sie zwischen März und April auf. Eine Ursache ist die Umstellung der Großwetterlage in Richtung "warm". Da man bei der Frühjahrsmüdigkeit mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen hat, helfen Sport und Bewegung. Eine Ausrede für die "Schonhaltung" ist sie aber nicht.

Wie bekämpfe ich Jetlag?

Nicht immer ist es sinnvoll, Jetlag zu bekämpfen. Bei kurzen Geschäftstrips über viele Zeitzonen sollte man versuchen, den eigenen, deutschen Rhythmus beizubehalten und die Termine in die Überschneidungsphasen zu legen, in denen sowohl man selbst (ohne Umstellung) als auch die Geschäftspartner wach sind. In den USA also in den Morgen (Ortszeit), in Japan in die Abendstunden. Als Faustregel gilt: Eine Zeitzone kostet einen Tag Umstellung. Wer will, kann bereits vor der Abreise ein wenig trainieren: vor Flügen gen Westen länger aufbleiben, bei Flügen in Richtung Osten früher aufstehen.

Wie startet man als Morgenmuffel munter in den Arbeitstag?

Gar nicht. Es gibt verschiedene Chronotypen. Die Extreme sind die "Lerchen", die abends früh müde werden und morgens munter aus dem Bett springen, noch bevor der Wecker klingelt; und die "Eulen", die abends locker durchhalten, dafür aber morgens nur schwer rauskommen. Zwischen Lerchen und Eulen herrschen in unserer Gesellschaft klare Herrschaftsverhältnisse: Die Arbeitswelt ist in den meisten Branchen zeitlich zu Gunsten der Lerchen organisiert. Pech für die Eulen, denn welchem Chronotyp man angehört, ist biologisch programmiert. Ein paar kleine Aufwachhilfen: Licht an, Vorhänge auf, Musik anwerfen, den Kreislauf in Schwung bringen. Manchmal hilft es auch, den Wecker eine Viertelstunde vor- oder zurückzustellen, um eine günstige Phase abzupassen, in der das Aufwachen leichter fällt. Ansonsten gilt jeden Morgen aufs Neue: Augen auf und durch!

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