Seriöse Vermittler versprechen Vorteile für Studenten und Konzerne
Organisationen helfen bei der Suche nach Praktika

Die Zeiten, in denen sich Wirtschaftsstudenten keine Sorgen um ihren Berufseinstieg machen mussten, sind längst vorbei. „Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der arbeitslosen Betriebswirte um ein Fünftel gestiegen“, sagt Bernhard Hohn, Experte für den Akademiker-Arbeitsmarkt bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Bonn.

HB DÜSSELDORF. Daher versuchen immer mehr zukünftige Akademiker schon während ihrer Uni-Laufbahn die Weichen für die Karriere zu stellen. Als Königsweg gilt noch immer das Praktikum – vor allem im Ausland. Doch gerade in Zeiten klammer Unternehmenskassen werden die studentischen Aushilfen oftmals als billige Arbeitskräfte missbraucht, stehen stundenlang vor dem Kopierer oder kochen Kaffee. Der Umweg über eine Vermittlungsorganisation kann sich daher durchaus lohnen

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Als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Universität tritt dabei immer stärker die Studentenorganisation AIESEC auf. Allein seit Jahresanfang hat sie rund 630 Studenten – vor allem aus den Wirtschaftswissenschaften – ins In- und Ausland vermittelt. Denn AIESEC bietet nicht nur den Studenten, sondern auch den Unternehmen zahlreiche Vorteile.

So werden zum einen die angebotenen Stellen genau überprüft und „reine Kopierjobs“ aus der Liste gestrichen. Die potenziellen Arbeitgeber schätzen an AIESEC, dass die Studenten auf das Praktikum vorbereitet und später weiterhin betreut werden. Außerdem können sie in der Datenbank gezielt nach Bewerbern mit den benötigten Qualifikationen suchen. Vor allem bei Praktika im Ausland ist der Umweg über AIESEC ratsam. Denn mit Vertretungen in über 80 Ländern kann die Organisation meist nicht nur kostenlose Sprachkurse, sondern auch günstige Unterkünfte anbieten.

Majka Lörincova lebt zurzeit in einer AIESEC-Wohnung. Die 24-Jährige absolviert ein dreimonatiges Praktikum im zwölften Stockwerk des Post-Towers in Bonn. Sie organisiert für den Konzern eine Promotiontour durch die bekanntesten MBA-Schulen in den USA. „AIESEC hat mir von Anfang an geholfen. Außerdem kommt man sofort mit anderen Studenten in Kontakt“, sagt die Betriebswirtschaftsstudentin aus Kosice in der Slowakei.

Bereits seit 1996 arbeitet die Post mit AIESEC zusammen und hat inzwischen 220 Studenten eine Praktikumsstelle angeboten. Für Christine Hermeling, zuständig für das Personalmarketing bei der Post, sind die Praktikanten von AIESEC ein echter Glücksfall. „Entscheidend ist, dass wir mit diesen hochmotivierten jungen Menschen die Internationalisierung unseres Konzerns weiter vorantreiben können“, sagt Hermeling.

Das Unternehmen sucht dabei vor allem nach Talenten, die sich später auch für Positionen im Management eignen könnten. Mit vielen der Studenten bleibt die Post – wie auch die meisten anderen Partnerfirmen von AIESEC – daher auch nach dem Praktikum über ein eigens eingerichtetes Netzwerk in Kontakt. So bekamen bei der Konzerntochter DHL 40 Prozent der Aushilfen im Anschluss an ihr Praktikum eine feste Anstellung angeboten.

Die Vermittlung über AIESEC kostet nur bei erfolgreicher Suche inklusive Vorbereitungsseminaren und Betreuung 250 Euro. Einen ähnlichen Service – allerdings für Studenten der Ingenieur- und Naturwissenschaften – bietet der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) an.

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