Speed-Networking: Business per Blinddate

Speed-Networking
Business per Blinddate

Speed-Networking heißen die Treffen, die in der amerikanischen Geschäftswelt derzeit starken Zulauf haben. Ein bisschen erinnert das alles an Speed-Dating. Diese Erfindung aus den 90er-Jahren, bei der sich potenzielle Paare durch Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen kennen lernen.

LOS ANGELES. „Hier kannst du kein echtes Geschäft in drei bis vier Minuten machen, aber du kannst hier unheimlich viele neue Kontakte knüpfen“, erzählt Tom Jaffee, Gründer von Match Events (www.matchevents.com). Sein Unternehmen organisiert Speed-Networking, Treffen, die in der amerikanischen Geschäftswelt derzeit starken Zulauf verspüren. Ein bisschen erinnert alles an Speed-Dating, jene Erfindung aus den 90er-Jahren, bei der sich potenzielle Paare durch Bäumchen-wechsel-dich-Spielchen an einem großen Tisch kennen lernen.

Nun sind es Business-Profis aus den unterschiedlichsten Branchen, die sich in einem Hotel treffen. Sie setzen sich an einen zwölf Meter langen Tisch und warten auf das Startsignal. Nach drei Minuten ruft ein Moderator „Stopp“, die Manager und Managerinnen stehen auf und rücken einen Stuhl weiter. Neuer Gesprächspartner, neue Geschäfte.

Eine weitere Firma, die sich auf Speed-Networking spezialisiert hat, heißt Extreme Networking (www.speednetworking.com). Ihr Geschäftsmodell ist einfach: Jeder Interessent muss zunächst einen elektronischen Fragebogen ausfüllen mit Angaben über die Branche und Art des gesuchten Geschäftspartners. Dann werden die Daten für ein Treffen in einem großen Hotel elektronisch abgestimmt. „Auf diese Art und Weise kriegen wir die Manager an einen Tisch, die gut voneinander profitieren können“, erläutert Jaffee.

Barry Asin ist Vizepräsident von Staffing Industry Analysts, einer Unternehmensberatung aus Los Altos in Kalifornien. Seine Firma nutzt das Speed-Networking bereits seit geraumer Zeit. „Wir wählen diese Treffen nach Thema oder Industriezweig aus und haben unglaublich gute Resultate vorzuweisen“, berichtet der 43-jährige Manager. Sicher, meist reicht das Minuten-Treffen nur dazu, um sich kurz kennen zu lernen, eine Visitenkarte auszutauschen und festzustellen, ob man sich sympathisch ist. „Aber das reicht oftmals schon, um einen Deal einzufädeln“, weiß Adam Fendelman von Extreme Networking.

Warum ausgerechnet Speed-Networking? Immerhin ist das nur eine Form des Kennenlernens in der amerikanischen Geschäftswelt. „Cocktails, Lunchs, Wochenend-Seminare – wir haben alles ausprobiert“, so Asin, „aber beim Speed-Networking ist immer gleich eine tolle Energie im Raum. Das motiviert von der ersten Minute an.“

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