Spielerisch lernt es sich am leichtesten: „Bau’ Dir den idealen Mitarbeiter!“

Spielerisch lernt es sich am leichtesten
„Bau’ Dir den idealen Mitarbeiter!“

So muss es vor 20, 30 oder 40 Jahren auch gewesen sein. Als das Leben noch schön sorglos war: Stundenlang mit Lego spielen, die Phantasie in Häuser, Autos und Tiere verwandeln. Ein kindlich-kreativer Prozess, und neuerdings einer, der die Problemlösungspotenziale bei gestandenen Managern herauskitzeln soll.

Für sie wird es auf Wunsch der Geschäftsleitung wie früher: Dann sitzen sie da mit ihren grauen Schläfen und bauen aus den Duplo-Steinen für Kleinkinder den idealen Mitarbeiter – nicht ohne ihr Werk der Gruppe samt Moderator zu erläutern. Spielerisch wird klar, was sie wirklich wollen, sich aber nie auszusprechen trauten. Ein paar Klötzchen sagen eben mehr als tausend nicht gesagte Worte.

Das von der Lego-Tochter „Executive Discovery“ entwickelte Training dauert zwei Tage. Im Köfferchen des Coaches: 6 500 bunte Steine. Daraus lässt sich auch das Wunsch-Unternehmen basteln oder vielsagende Konstruktionen, die die Mitarbeiter-, Geschäfts- und Kommunikationsstrukturen darstellen sollen. Und weil Lego in diesem Zusammenhang etwas albern klingt, heißt das Strategie-Set „Serious Play“.

Aus einem Spiel wird also ernst. Unternehmensberater und Firmen entdecken eine Binse für sich: Spielerisch lernt es sich am leichtesten. Also zuckeln Coaches mit speziell entwickelten Brett-, Strategie-, Rollen- und Computerspielen in Unternehmen, um Mitarbeiter fit fürs Geschäft zu machen. Besonders auch dann, um nachgeordnete Mitarbeiter mal den Chef mimen zu lassen, was ihr Verständnis für die komplexen Mechanismen im Unternehmen fördert.

„Trotz der Verbreitung von E-Learning finden solche spielerischen Ansätze eine unverändert große Verbreitung, weil sich dadurch sehr gut Geschäftsprozesse abbilden und interessante Rückschlüsse ziehen lassen“, sagt Carsten Löwe, Vorsitzender des Bundesverbandes betriebliche Weiterbildung.

Ähnlich bewertet auch Willy Christian Kriz die neue Verspieltheit in deutschen Unternehmen: „Deutschland hat noch etwas Nachholbedarf, obwohl Planspiele ideal sind, um zu vermitteln, wie in der Praxis Probleme gelöst werden. Damit eignen sie sich für die Bereiche Diagnostik, Personalführung und Organisationsentwicklung.“ Kriz ist Vorsitzender von Sagsaga (Swiss Austrian German Simulation and Gaming Association). In dem Verein arbeiten Wissenschaftler, Lehrer, Berater und Trainer an neuen spielerischen Lernprogrammen für Unternehmen.

„Gerade, wenn es um die Entwicklung von Problemlösefähigkeiten in der Gruppe geht, ist es notwendig, dass auch Fehler gemacht werden dürfen. Spiele ermöglichen ein risikoloses Sammeln von praktischen Erfahrungen, die dann auf die reale Situation übertragen werden können“, ergänzt der Spielexperte. Für ihn auch ein Grund dafür, dass der Markt dieser Trainings nun auch in Deutschland stetig wachse.

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