Steuerberaterin klagte
„Grimassenschneiden“ führt nicht zu Befangenheit

Der Vorwurf des "Grimassenschneidens" führt nicht zur Befangenheit eines Prüfers. Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße.

HB NEUSTADT. Demnach muss ein Prüfling bei falschen oder abwegigen Antworten mit einer solchen Situation fertig werden. Denn schließlich sei mit solchen Reaktionen auch im späteren Berufsleben zu rechnen (Az.: 2 K 1410/05).

Das Gericht wies mit seinem noch nicht rechtskräftigen Urteil die Klage einer angehenden Steuerberaterin ab. Sie hatte sich dagegen gewandt, dass sie durch die mündliche Steuerberater-Prüfung gefallen war. Unter anderem behauptete sie, einer der Prüfer habe bei ihren Antworten ständig Grimassen geschnitten. Dies habe sie irritiert und ihre Prüfungsleistungen negativ beeinflusst.

Das Finanzgericht ließ sich davon nicht überzeugen. Vielmehr habe die Klägerin übersensibel reagiert. Außerdem habe für sie kein Zwang bestanden, den am äußeren Ende des Tisches sitzenden Prüfer anzusehen, urteilte das Gericht.

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