Studie der Hans-Böckler-Stiftung
Nine-to-Five-Job, adé

Der klassische Job mit regulären Arbeitszeiten von 09.00 bis 17.00 Uhr wird in Deutschland immer seltener. Lediglich ein verschwindend geringer Anteil der Beschäftigten richtet sich nach den klassischen Arbeitszeiten. Der neue Trend heißt Flexibilität in jeglicher Hinsicht.

HB HAMBURG. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung des DGB gelten nur noch für 13 Prozent der Beschäftigten klassische Arbeitszeiten zwischen 35 und 41 Wochenstunden. Dagegen müssten 40 Prozent der Befragten „extrem flexibel“ arbeiten, berichteten die Experten am Montag.

Beispielsweise hätten 29 Prozent der Beschäftigten Wochenarbeitszeiten mit 42 oder mehr Arbeitsstunden. Bei 15 Prozent der Arbeitnehmer schwanke die Arbeitszeit von Woche zu Woche extrem. Knapp sechs Prozent der Beschäftigten müssen sich der Studie zufolge mit Mehrschicht- und Nachtarbeit arrangieren.

„Flexible Arbeitszeitmuster haben die Oberhand gewonnen“, betonten die Experten. Normale Arbeitszeiten ohne Wochenend-, Nacht- oder Schichtarbeit hätten am ehesten noch Arbeitnehmer in Klein- und Mittelbetrieben mit einem Monatsnettogehalt zwischen 1 000 und 2 000 Euro.

Besonders lange Arbeitszeiten fänden sich dagegen besonders häufig bei männlichen Beschäftigen in leitenden Positionen. Extreme Schichtarbeit gebe es vor allem in großen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes. Stark betroffen davon seien aber auch die Beschäftigten im Bereich sozialer Dienstleistungen, etwa bei Gesundheits- und Pflegediensten. Die „Bild-Zeitung“ berichtete ergänzend, dass im verarbeitenden Gewerbe rund die Hälfte der Beschäftigten Schichtarbeit leisten müsse.

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