Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung
Sitzenbleiber bringen es in der Schule weiter

Sitzenbleiber erhalten in der Schule höhere Abschlüsse als ihre Klassenkameraden, die stets versetzt werden.

HB ESSEN. Nach der am Montag veröffentlichten Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) haben Sitzenbleiber eine 50 Prozent größere Chance, einen höheren Schulabschluss zu erreichen. „Das heißt, jeder zweite Sitzenbleiber schafft einen besseren Abschluss als ein vergleichbarer Nicht- Sitzenbleiber“, erläuterte RWI-Referent Michael Fertig.

Untersucht wurden die Schullaufbahnen von 2500 Schülern der Geburtsjahrgänge 1961 bis 1973. 18- bis 29-Jährige aus Ost- und Westdeutschland waren in den 90er Jahren rückblickend zu ihrer Schullaufbahn befragt worden. Eine Erklärung für den Erfolg der Sitzenbleiber fanden die Forscher nicht. „Das liegt daran, dass die ehemaligen Sitzenbleiber nicht gefragt wurden, ob sie ihr Lernverhalten geändert haben“, sagte Fertig. So sei nicht zu belegen, ob die Sitzenbleiber durch verstärkte Nachhilfe oder den berühmten „Schuss vor den Bug“ auf Erfolgskurs gebracht wurden.

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