Studie
Transparenz treibt Vorstandsbezüge nach oben

Wasser auf die Mühlen der Gegen einer Offenlegungspflicht für Vorstandsgehälter: Die zum Januar in Kraft tretende Regelung dürfte Aktionäre nach einer Studie teuer zu stehen kommen, weil die Höhe der Vorstandsbezüge insgesamt steigt und der Gewinn geschmälert wird.

HB DÜSSELDORF. Transparenz werde das Lohnniveau insgesamt eher heben als senken, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Otto Beisheim School of Management in Vallendar bei Koblenz.

Hauptgrund dafür sei, dass die Gehälter innerhalb eines Unternehmens einander angeglichen würden, „um Konflikten vorzubeugen“, sagte Georg Stadtmann vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität. Schlechter bezahlte Vorstände würden mehr Geld fordern. Zudem werde sich das Durchschnittsniveau im Branchenvergleich ebenfalls anheben.

Die Institute verweisen auf Untersuchungen in Großbritannien. Dort habe die Einführung der Offenlegungspflicht vor einigen Jahren eindeutig zu Einkommenssteigerungen bei Vorständen geführt. Die vom Gesetzgeber erhoffte „vornehme Zurückhaltung“ wird es nach Meinung von Stadtmann nicht geben. Vom 1. Januar 2007 sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, die Gehälter ihrer einzelnen Vorstände offen zulegen. Bisher müssen börsennotierte Unternehmen lediglich die Bezüge ihrer gesamten Vorstandsriege veröffentlichen.

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