Studie zeigt Zusammenhang von Anreizsystemen und Unternehmenserfolg
Wie Unternehmen ihre Anreizsysteme verbessern können

Immer mehr Mitarbeiter werden heute leistungsabhängig bezahlt. Beim Vergleich verschiedener Anreizsysteme zeigen sich Unternehmen besonders dann zufrieden, wenn diese direkt an die Unternehmensstrategie anknüpfen.

HB DÜSSELDORF. Anreizsysteme, die an der Balanced Scorecard (BSC) ausgerichtet sind, sind anderweitigen Anreizsystemen überlegen. Dieses Fazit zieht die Unternehmensberatung Horváth & Partners aus den Ergebnissen einer Untersuchung, an der 50 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen haben. Von diesen Unternehmen wenden 25 die BSC an.

Anwender von BSC-basierten Anreizsystemen schätzen die Umsetzung der Unternehmensstrategie dabei als erfolgreicher ein als Nutzer anderweitiger Anreizsysteme. Während die Erstgenannten bei mehr als 95 Prozent der Unternehmen zu einer "eher erfolgreichen" oder "erfolgreichen" Einschätzung führen, erreichen die Anderen rund 70 Prozent Zustimmung.

Nutzer BSC-basierter Management-Systeme sind laut der Studie auch wirtschaftlich erfolgreicher. So schnitt jedes zweite Unternehmen (50 Prozent), das BSC-basierte Systeme einsetzt, beim Jahresüberschuss deutlich besser ab als die Wettbewerber, bei den Nutzern anderer Systeme gelang dies nur jedem vierten (28 Prozent).

Die Balanced Scorecard ist ein Konzept zur Umsetzung Ihrer Unternehmensstrategie. Eine BSC setzt bei der Vision eines Unternehmens an und definiert aufgrund dieser bestimmte Erfolgsfaktoren, aus denen Kennzahlen abgeleitet werden. Beispielsweise wird das Anreizsystem eines Mitarbeiters anhand von Kundenzufriedenheit oder der Anzahl von Neukunden gemessen - nicht ausschließlich am Umsatz. So soll das Verständnis der Tätigkeit durch den Mitarbeiter stärker an die Unternehmensstrategie gebunden werden.

Unternehmen schätzen variable Vergütung

Bei den in der Studie befragten Unternehmen werden Systeme der variablen Vergütung (98 Prozent) und Zielvereinbarungen (96 Prozent) eingesetzt - meist in Kombination (88 Prozent). An dritter Stelle rangiert die flexible Arbeitszeit (90 Prozent). Anreize wie Partizipation der Mitarbeiter, flexible Beschäftigungsformen oder Karrierepläne finden bei deutlich weniger Unternehmen Verwendung.

Während die variable Vergütung von den Unternehmen allgemein als sehr erfolgreich eingeschätzt wird, überzeugen bei der Zielvereinbarung laut Horváth & Partners ebenfalls solche Systeme, die mit der Balanced Scorecard verbunden sind. 80 Prozent der Anwender solcher Systeme sind vom Nutzen der Zielvereinbarung in Bezug auf die Strategieumsetzung überzeugt. Bei den Anwendern anderer Systeme liegt die Zustimmung dagegen nur bei 57 Prozent.

Die Studie wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Unternehmensführung und Controlling der Otto-Friedrich-Universität Bamberg durchgeführt. Die Beratungsgesellschaft bietet die Studie für 49 Euro zum Kauf an.

anreizsysteme@horvath-partners.com

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