Studienergebnis der Marktforscher von Meta Group
Die Überlasteten bei Laune halten

Die Wirtschaft ist im Aufwind. Doch für Arbeitskräfte in der Informationstechnik malen die Marktforscher der Meta Group für das laufende Jahr 2004 ein eher gemischtes Bild. Obwohl es genügend Anzeichen für eine Verbesserung der Konjunktur gebe, wachse die Entwicklung neuer Geschäftsfelder nur in einem beschränkten Maße.

HB DÜSSELDORF. Damit verbunden verbessere sich die Investitionsbereitschaft in Informationstechnik nur marginal, so lautet das Ergebnis einer Studie, bei der weltweit insgesamt 525 Unternehmen befragt wurden.

Die Befragten sind sich einig, dass das Schlimmste vorüber sei, führt das derzeit noch nicht zu einer Reihe neuer Aktivitäten, die dann IT-Investitionen als Folge haben. Man verharre vielmehr in Geschäftsmustern, die schon seit einigen Jahren zu beobachten sind, so die Meta Group. Als Ergebnis sei nur eine geringe Bereitschaft, zu beobachten, neue Leute einzustellen. Es werden zwar neue Projekte gestartet, doch diese laufen unter Gesichtspunkten einer scharfen finanziellen Kontrolle. Kostensenkung hat noch immer eine hohe Priorität.

Die Meta Group hält es für wahrscheinlich, dass Arbeit in der IT-Industrie wieder knapper wird als dies gegenwärtig zu sein scheint. Dies führe zu einem verstärkten Wettbewerb mit Offshore- und Nearshore-Quellen. Doch obwohl diese Frage in Politik und den Medien große Beachtung gefunden hat, gebe es nur wenige Organisationen, die in größeren Stile IT-Mitarbeiter Offshore im Einsatz hätten. Das Beschaffen und Managen von Arbeitskräften sei nach wie vor eine wachsende Aufgabe.

Vor diesem Hintergrund und der mangelnden Investitionsbereitschaft in IT bleibe der Arbeitsdruck auf die heute in vielen Fällen schon stark überlasteten IT-Mitarbeiter in Unternehmen hoch. Die Führungen von Unternehmen sehen sich daher in verstärkten Maße mit der Aufgabe konfrontiert, wie sie ihre verbliebenen, wertvollen Mitarbeiter bei der Stange halten könne, so die Forscher.

Die Nachfrage nach erfahrenen Fachkräften in Einsatzbereichen wie Sicherheit oder Unternehmenskommunikation sei hoch. Eine Stärkung der Moral der Mitarbeiter durch verbessertes Management der Arbeitskräfte sei daher Pflicht.

Als Lösung fordert die Meta Group, dass auch die IT-Abteilung von Unternehmen nicht wie eine Hilfstruppe, sondern wie andere Geschäftseinheiten geführte werden müssen. Dabei in ähnlichem Maße Techniken wie Portfolio-Management eingesetzt werden, um die nötigen, hoch gesteckten organisatorischen Zielen zu erreichen. Der Einsatz von Methoden wie Customer Relationship Management, Commerce Chain Management und die Entwicklung besserer Infrastruktur sei hier ebenso möglich wie in anderen Bereichen der Unternehmen. HCM – Human Capital Management – sei das Gebot der Stunde, sagte der Deutschland-Chef Luis Praxmarer. Die Werte, die im IT-Team eines Unternehmens stecken, müsse von den Personalabteilungen viel stärker strategisch im Sinne des englischen Ausdruckes HR – Human Resources – berücksichtigt werden.

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