Unmissverständliche Regelung nötig
Bei Freistellung nicht automatisch Urlaub abgegolten

Wird ein Mitarbeiter nach einer fristgerechten Kündigung vom Arbeitgeber bis Vertragsende freigestellt, so ist damit nicht automatisch der ihm noch zustehende Urlaub abgegolten. Das geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

HB/dpa MAINZ. Der Arbeitgeber müsse dies eindeutig regeln, bestehende Zweifel gingen allein zu seinen Lasten (Az.: 7 Sa 953/02).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Zahlungsklage eines gekündigten Mitarbeiters statt. Der Arbeitgeber hatte dem Kläger fristgerecht gekündigt und ihn bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses freigestellt. Als der Kläger seine ihm noch zustehenden 14 Tage Urlaub ausbezahlt haben wollte, hielt ihm der Arbeitgeber entgegen, die Freistellung sei selbstverständlich unter Anrechnung des Resturlaubs erfolgt. Die Richter überzeugte dies nicht. Der Arbeitgeber hätte vielmehr eine unmissverständliche Regelung treffen müssen. Deshalb müsse er den Urlaub ausbezahlen.

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