Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main
Schadenersatzpflicht wegen Arbeitsfehler

Bei der Barabhebung eines Kunden hat eine Bankangestellte versehentlich ein falsches Konto belastet. Nun wurde sie zur Schadenersatzzahlung an ihren Arbeitgeber verurteilt.

HB FRANKFURT/M. In dem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt am Main sprachen die Richter der Bank ein Viertel der Schadenssumme von 13 000 Euro zu.

Der Kunde hatte bei der Bank 15 000 Euro abgehoben. Durch ein nicht mehr nachvollziehbares Versehen der Kundenberaterin wurde ein anderes Konto mit der Abhebung belastet. Der Kunde, dem das Geld ausgezahlt worden war, blieb unbekannt, nachdem auch der entsprechende Zahlungsbeleg nicht mehr auffindbar war. Die Versicherung der Bank trug lediglich 2 000 Euro der Schadenssumme.

Laut Urteil war nicht nur die Kundenbetreuerin verantwortlich für die Fehlbuchung. Auch die Bank mit ihrer fehlenden Anweisung zur Abwicklung größerer Barabhebungen sowie die Kassiererin, die die Auszahlung vorgenommen hatte, seien mit verantwortlich. Weil sie jedoch trotzdem bei der Bearbeitung der Auszahlung grob fahrlässig gehandelt habe, müsse die beklagte Mitarbeiterin ein Viertel des Schadens persönlich tragen, urteilte das Gericht.

Az.: 9 Ca 9695/03

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%