Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt/M.
E-Mailen trotz Verbots kostet den Job

Wer entgegen der eindeutigen Weisung seines Arbeitgebers vom vom Arbeitsplatz aus private E-Mails versendet, riskiert seinen Arbeitsplatz.

HB FRANKFURT/M. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil festgestellt. Die Richter wiesen damit die Klage eines Filialleiters gegen ein Zeitarbeitsunternehmen zurück und erklärten die ordentliche Kündigung für zulässig.

Obwohl es eine eindeutige Anweisung der Vorgesetzten gab, hatte der Filialleiter in 261 Fällen vom Firmencomputer aus private E- Mails verschickt. Die Richter werteten diese "exzessive Privatnutzung firmeneigener Systeme" als einen "schwerwiegenden Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten". Dieser würde sogar eine fristlose Kündigung ohne vorausgegangene Abmahnung rechtfertigen.

Az: 9 Ca 10256/03

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