Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt/M.
Keine Kündigung wegen Aufenthalts im Garten

Ein Aufenthalt im Garten rechtfertigt keine fristlose Kündigung wegen "vorgetäuschter Arbeitsunfähigkeit". Das gilt auch, wenn der krank geschriebene Arbeitnehmer mit einem Spaten in der Hand Gartenarbeiten beaufsichtigt.

HB FRANKFURT/M. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem am Donnerstag bekannt gewordene Urteil entschieden. Die Richter erklärten damit die Kündigung eines Heizungsbauers bei einem Fachbetrieb für unwirksam.

Der Arbeitnehmer hatte sich wegen starker Rückenbeschwerden krankschreiben lassen. Ein Kollege sah ihn in dieser Zeit auf seinem Gartengerundstück gemeinsam mit anderen Männern beim Pflanzen einer Hecke. Eine direkte schwere Betätigung war ihm jedoch nicht nachzuweisen. Laut Urteil erfüllt der Gartenaufenthalt allein keineswegs den Tatbestand eines "genesungsverzögernden Verhaltens". Dies gelte auch dann, wenn der Arbeitnehmer - wie behauptet - einen Spaten in der Hand gehalten habe.

Az.: 1 Ca 12448/03

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