Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt
Urlaubsanspruch trotz erwarteten Großauftrags

Wenn der Arbeitgeber einen Großauftrag erwartet, ist damit noch nicht automatisch die Ablehnung des Urlaubswunsches eines Mitarbeiters gerechtfertigt. Eine genaue Begründung ist nötig.

HB FRANKFURT/MAIN. Mit dieser Entscheidung gab das Arbeitsgericht Frankfurt in einem Eilverfahren der Klage eines Wirtschaftsprüfungsassistenten gegen eine Unternehmensberatung statt. Das Gericht wies die Firma in dem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil an, die beantragten zwei Wochen Urlaub zu genehmigen.

Das Unternehmen hatte den Urlaubsantrag des Mitarbeiters mit der Begründung zurückgewiesen, ein Großauftrag einer Bank werde erwartet. Dieser müsse in Anbetracht der Konkurrenzsituation pünktlich erledigt werden. Der Arbeitnehmer habe die Funktion eines Projektleiters zu übernehmen. Laut Urteil darf ein Urlaubsgesuch nicht unter derartig pauschal vorgetragenen Gründen abgelehnt werden. Die Firma habe weder Zeit noch Umfang des angeblich erwarteten Großauftrages im Einzelnen nachgewiesen.

AZ. 15 Ga 117/04

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