Urteil des Bundesarabeitsgerichts
Bei Arbeitszeiten sind familiäre Belange zu berücksichtigen

Bei der Verteilung von Arbeitszeiten muss der Arbeitgeber auf familiäre Belange seiner Mitarbeiter Rücksicht nehmen. Die erforderliche Betreuung von Kindern ist beispielsweise zu beachten.

HB ERFURT. Soweit der vom Arbeitnehmer gewünschten Arbeitszeit nicht betriebliche Gründe oder berechtigte Belange anderer Beschäftigter entgegenstehen, sei zum Beispiel die erforderliche Betreuung von Kindern zu beachten. Darauf verwies das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Donnerstag in Erfurt. Der Sechste Senat wies dennoch die Klage einer Altenpflegerin aus Nordrhein-Westfalen zurück.

Die Klägerin wollte nach der Rückkehr aus dem Erziehungsurlaub zu Nachtwachen im Sieben-Tage-Rhythmus eingeteilt werden. Ihr Arbeitgeber setzte sie jedoch im Zwei-Tage-Rhythmus ein. Die obersten Arbeitsrichter befanden, dass die Interessen der Klägerin und ihre familiären Belange mit dem ausschließlichen Einsatz im Nachtdienst angemessen berücksichtigt wurden. Die Altenpflegerin unterlag bereits in der ersten Instanz. Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte ihrer Klage jedoch stattgegeben.

Aktenzeichen: 6 AZR 567/03

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