Urteil des Bundesarbeitsgerichts
Probezeit trotz Jobs vor der Lehre

Wer vor Antritt seiner Ausbildung in dem Ausbildungsbetrieb bereits gearbeitet hat, wird dennoch nicht anders behandelt. Ein Anrechnung des vorangegangenen Arbeitsverhältnisses auf die Probezeit ist nicht zwingend.

HB ERFURT. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Damit blieb ein Kläger aus Baden-Württemberg auch vor dem obersten Arbeitsgericht ohne Erfolg. Die gesetzliche Höchstfrist für die Probezeit von drei Monaten darf für einen Lehrling auch bei einem vorhergehenden Arbeitsverhältnis ausgeschöpft werden, urteilten die obersten Arbeitsrichter.

Während der Probezeit könne der Ausbildungsvertrag jederzeit gekündigt werden. Im Unterschied zu einem Arbeitsverhältnis müsse damit bei einer Kündigung während der Probezeit keine zweiwöchige Kündigungsfrist eingehalten werden. Das Absehen von jeglicher Frist verstoße nicht gegen den Gleichheitssatz. Im konkreten Fall hatte ein Auszubildender geklagt, der vor Beginn der Lehre in dem Einzelhandelsunternehmen in Mannheim als Hilfskraft im Verkauf beschäftigt war.

6 AZR 127/04

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