Urteil des Bundessozialgerichts
Arbeitslosengeld bei verlängertem Arbeitsverhältnis

Auch durch die nachträgliche Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nach einer Kündigung kann ein Arbeitsloser einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben.

HB KASSEL. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden. Wenn das Arbeitsverhältnis nach einem Kündigungsschutzprozess oder einem Vergleich nachträglich verlängert werde, sei dies bei der Beurteilung der Anwartschaft auf Arbeitslosengeld zu berücksichtigen.

Im verhandelten Fall war einer Frau nach einem knappen Jahr fristlos gekündigt worden - genau 20 Tage, bevor sie Anspruch auf Arbeitslosengeld erlangt hätte. Nach einem arbeitsgerichtlichen Verfahren wurde das Arbeitsverhältnis später jedoch ordentlich zum Monatsende 20 Tage später beendet.

Wie das BSG entschied, reiche es aus, dass ein Arbeitnehmer innerhalb von drei Jahren zwölf Monate beitragspflichtig gearbeitet habe. Unerheblich sei, ob dies bereits beim Beantragen von Arbeitslosengeld oder erst später nach einem Urteil oder Vergleich der Fall sei.

AZ: B 11 AL 70/03 R

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