Urteil
Langzeitstudenten müssen Sozialbeiträge zahlen

Studenten können sich nicht ewig vor Sozialversicherungsbeiträgen drücken. Das geht aus einem Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf hervor. Demnach sind nur diejenigen von der Zahlungspflicht befreit, für die das Studium im Mittelpunkt steht.

HB DÜSSELDORF. Die Richter entschieden, dass eine Studentin im 39. Semester von ihren Einkünften Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung zahlen muss (Az.: S 10 RJ 166/03).

Zwar seien Studenten in der Regel von Sozialbeiträgen befreit, das Studium müsse dabei aber auch im Lebensmittelpunkt stehen. Dies sei im vorliegenden Fall nach fast 20 Jahren offizieller Studiendauer nicht mehr anzunehmen. "Steht die Arbeit an erster Stelle, müssen die Studenten und deren Arbeitgeber auch Sozialabgaben leisten", betonte der Vorsitzende der 10. Kammer des Düsseldorfer Sozialgerichts.

Im konkreten Fall hatte die Studentin seit fünf Jahren weder Vorlesungen besucht noch Prüfungen absolviert und die Regelstudiendauer um das Fünffache überzogen. Derweil hatte sie in der Verwaltung eines Wuppertaler Unternehmens gearbeitet. Der Sozialversicherungsträger hatte schließlich vom Arbeitgeber der Studentin die Sozialabgaben eingeklagt und Recht bekommen.

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