Urteil
Wenn der neue Chef mobbt

Auf Mobbing klagte der Oberarzt einer Klinik. Ihm war ein neuer Chef vorgesetzt worden, der ihn schikaniert habe.

Der Oberarzt der Klinik bewarb sich auf den vakanten Posten des Chefarztes, doch die Klinikleitung zog einen externen Bewerber vor. Nachdem der neue Chef einige Monate im Amt war, meldete sich der Oberarzt krank: Er werde gemobbt und sei deshalb psychisch erkrankt. Zudem verklagte er die Klinik auf Schmerzensgeld, da sie das Mobbing und damit die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte geduldet habe.

Das Bundesarbeitsgericht gab ihm jetzt Recht (8 AZR 593/06). Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Chefarzt für die Krankheit verantwortlich ist. Er habe den Oberarzt wiederholt vor Kollegen persönlich angegriffen, ihm unberechtigte Abmahnungen geschickt und über Termine nicht informiert. Dafür hafte die Klinik, so die Bundesarbeitsrichter. Das Landesarbeitsgericht Hamm muss jetzt über die Höhe des Schmerzensgeldes entscheiden.

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