Verspätete Klageerhebung eines Arbeitnehmers
Rechte aus Arbeitsvertrag verfallen nicht nach zwei Monaten

Eine Klausel in einem Arbeitsvertrag, wonach alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis mit Ablauf von zwei Monaten verfallen, sofern sie nicht innerhalb dieser Frist schriftlich geltend gemacht worden sind, benachteiligt die betroffenen Arbeitnehmer unangemessen.

Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesarbeitsgericht (BAG). Das erstinstanzlich zuständige Arbeitsgericht hatte die Frist noch als ausreichend erachtet und deshalb die Forderung des Arbeitnehmers auf Nachvergütung von insgesamt 62,5 Überstunden wegen verspäteter Klageerhebung abgelehnt. Anders das BAG: Nach dessen Auffassung ist eine Frist von weniger als drei Monaten für die erstmalige Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Arbeitsvertrag unangemessen kurz.

Aktenzeichen: BAG, 5 AZR 52/05

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