Vertrauen in die Redlichkeit zerstört
Trick mit Stempeluhr berechtigt zum Rauswurf

Bei Manipulationen an Zeiterfassungsgeräten müssen Arbeitnehmer auch ohne vorherige Abmahnung mit einer Kündigung rechnen. Darauf macht das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz aufmerksam.

crz GARMISCH. In dem Urteilsfall hatte ein Arbeitnehmer die Nachtschicht bereits zwei Stunden zu früh verlassen. Seine Stechkarte wies allerdings das reguläre Arbeitszeitende aus. Zwar konnte ihm der Arbeitgeber nicht nachweisen, einen Kollegen angestiftet zu haben, statt seiner die Stechkarte abzustempeln. Vor Gericht gestand der Mann allerdings zu, wegen Magenschmerzen vorzeitig gegangen zu sein. Das ließ das LAG nicht durchgehen.

Der Arbeitnehmer habe Arbeitszeit vorgetäuscht, die er tatsächlich nicht abgeleistet habe. Alles andere sei nebensächlich, weil sonst jede Zeiterfassung sinnlos würde und der Arbeitgeber keinerlei Kontrollinstrument mehr habe.

LAG Rheinland-Pfalz,
Az.: 11 Sa 1285/03

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