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Vom Mittelalter ins 21. Jahrhundert

Bologna-Prozess: 1999 beschlossen die Bildungsminister von 29 Staaten, bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen, damit Absolventen aller Länder vergleichbare Abschlüsse vorweisen können. Zentral ist die Einführung des zweistufigen Studiensystems mit den Bachelor- und Masterstudiengängen.

Bachelor: „Baccalaureus“ stand im Mittelalter für „Knappe“. Knappenjahre waren Lehrjahre für angehende Ritter. Daher übernahmen die mittelalterlichen Universitäten den Baccalaureus als Bezeichnung für den untersten akademischen Grad. Im angloamerikanischen Raum ist er das bis heute geblieben. In anderen Ländern wie Deutschland geriet der Kurzstudiengang in Vergessenheit.

Credit-Punktesystem: Durch das Europäische Credit Transfer System (ECTS) sind Studienleistungen über Grenzen hinweg vergleichbar. Im Laufe ihres Studiums sammeln Studenten durch Prüfungen und Leistungsnachweise Punkte. Wer einen Bachelor-Abschluss haben will, muss mindestens 180 Punkte vorweisen können.

Mobilität: Heute gibt es oft Probleme, im Ausland erbrachte Studienleistungen an deutschen Unis anerkennen zu lassen. Deshalb scheuen manche Studenten den Weg an eine ausländische Uni. Das soll sich ändern. Zum einen sind die Studienleistungen durch das Punktesystem stärker vereinheitlicht, so dass sie leichter anerkannt werden können. Zum anderen können Bachelor-Absolventen ins Ausland gehen, um einen Master nachzulegen. Damit sind Verhandlungen darüber, welche Einzelleistungen anerkannt werden, hinfällig.

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