Vorjahresniveau um bis zu 14,5 Prozent unterboten
Krankenstand so niedrig wie noch nie

Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes führt dazu, dass sich Arbeitnehmer immer seltener krank melden. Dieser bereits in den vergangenen Jahren bemerkbare Trend hat sich im Januar und Februar fortgesetzt.

HB BERLIN. Im Januar fielen nur noch 2,72 Prozent der Soll-Arbeitsstunden krankheitsbedingt aus, im Februar 3,47 Prozent. Im Januar lag der Krankenstand 14,5 Prozent, im Februar 11,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Krankenstands-Statistik des Gesundheitsministeriums vom Dienstag in Berlin hervor.

Schon 2003 hatte es mit 3,61 Prozent im Jahresdurchschnitt einen neuen Tiefstand an Krankmeldungen gegeben. Dies war der niedrigste Wert seit Beginn der Lohnfortzahlung im Jahr 1970. Die durchschnittliche Fehlzeit ging damit auf neun Tage zurück. Den höchsten Krankenstand nach dem Fall der Mauer gab es im Jahr 1995 mit 5,08 Prozent. In Westdeutschland wurde 1974 mit 5,86 Prozent der absolute Spitzenwert an arbeitsunfähig gemeldeten Beschäftigten registriert.

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