Vorstellungsgespräche auf Englisch
Dick auftragen erwünscht

Ob Banker oder Ingenieur – wer in weltweit tätigen Firmen Karriere machen will, kommt um Vorstellungsgespräche auf Englisch nicht herum. Am besten vor einem wichtigen Jobinterview auf Englisch in einige Stunden mit einem Sprachtrainer investieren.

DÜSSELDORF. „Thank you for your hostility.“ Der Satz war eigentlich nett gemeint. Auf diese Weise wollte sich der Aspirant für den Managerposten bei einer irischen Firma für den freundlichen Empfang bedanken. Doch dummerweise hatte er das englische Wort für Gastfreundschaft – hospitality– mit dem Begriff „Feindschaft“ verwechselt. Das katapultierte ihn ins Aus. Wenn der nicht mal diese zwei wichtigen Worte auseinander halten kann, dann ist er auch nicht der richtige Mann für den Job, wird sich der beim Vorstellungsgespräch anwesende Chef gedacht haben.

Dabei hätte sich dieser Fauxpas leicht vermeiden lassen: „Indem man vor solchen Gesprächen zumindest die Begrüßungs- und Schlussfloskeln einübt, um ganz sattelfest zu sein und kein Sprachchaos zu verursachen“, rät Ian McMaster, Brite und Chefredakteur der Fachzeitschrift „Business Spotlight“.

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Noch besser wäre es, vor einem wichtigen Jobinterview auf Englisch in einige Stunden mit einem Sprachtrainer zu investieren. „Ich kann nur jedem empfehlen, mit einem Muttersprachler zu üben“, rät Dirk Neuhaus, Co-Autor des Buches „Das Bewerbungshandbuch Englisch“ (ILT-Europa Verlag). Denn selbst wer flüssig Englisch spricht, muss erst lernen, sich Personalberatern und potenziellen Arbeitgebern auf Englisch zu präsentieren.

Da ist zum Beispiel die Vertraulichkeitsfalle, gleich zu Beginn. „Angelsachsen stellen sich gerne mit Vornamen vor und versuchen, den Kandidaten mit ein bisschen Smalltalk in eine lockere Stimmung zu versetzen – um ihm möglichst viele Informationen zu entlocken“, weiß Neuhaus. Da heißt es trotz aller vermeintlichen Freundlichkeit: Nicht zu viel erzählen. Aber auch die Kunst des Smalltalks will gelernt sein. „Selbst hoch qualifizierte Leute besitzen oft ein geradezu perfektes Fachvokabular, aber sobald es um Smalltalk über Sport oder das Wetter geht, verlieren sie jede Lockerheit“, beobachtet der international erfahrene Ingenieur Neuhaus. Aber gerade die wird in Ländern wie England, den USA oder Australien eben sehr geschätzt. Und wer meint, auf das lockere Gespräch über leichte Themen erst gar nicht eingehen zu müssen, „der hat gleich verloren“, meint Neuhaus.

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