Wegen saisonaler Mehrausgaben
Weihnachtsgeld bei Pfändung geschützt

Arbeitnehmer, die von Pfändung betroffen sind, müssen nicht auf Weihnachtsgeld verzichten. Wer zum Jahresende eine Sonderzahlung vom Chef bekommt, darf davon bis zu 500 Euro behalten.

HB LEIPZIG. Darauf macht die Verbraucherzentrale Sachsen aufmerksam. Mit dem Freibetrag werde berücksichtigt, dass in der Weihnachtszeit generell Mehrausgaben anfielen.

Voraussetzung dafür, dass nicht alles an die Gläubiger abgeführt werden muss: Das Weihnachtsgeld wird regelmäßig, also schon seit Jahren, vom Arbeitgeber gezahlt. Gehört die Sonderzahlung zu den wiederkehrenden Einkünften des Schuldners, kann ihm der Freibetrag den Angaben zufolge nicht verweigert werden.

Allerdings gibt es keinen automatischen Schutz des unpfändbaren Betrags. Betroffene müssen sich selbst darum kümmern und zum Chef gehen.

Liegt eine Lohnpfändung beim Arbeitgeber vor, ist dieser dafür verantwortlich, den umpfändbaren Teil des Lohnes - und damit auch des Weihnachtsgelds - an den Beschäftigten auszuzahlen. Wird das Geld auf ein gepfändetes Konto überwiesen, muss der Schuldner beim Vollstreckungsgericht einen Freigabeantrag für den unpfändbaren Anteil des Weihnachtsgelds stellen - genauso wie er es vorher schon für den unpfändbaren Teil seines Gehalts gemacht haben müsste.

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