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Weltnichtrauchertag 2005 - Abschlusskonferenz "Rauchfrei am Arbeitsplatz"

Anlässlich des Weltnichtrauchertags und der im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale ...



Anlässlich des Weltnichtrauchertags und der im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung veranstalteten Abschlusskonferenz zum Bundesmodellprojekt "Rauchfrei am Arbeitsplatz" erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk:

"Beim Thema Rauchen hat sich in Deutschland in den letzten Jahren viel bewegt - die Bundesregierung hat einen Klimawechsel erreicht. In vielen Bereichen ist die Luft sprichwörtlich besser geworden. Wir haben heute ein gesellschaftliches Klima, in dem Nichtrauchen immer mehr zum selbstverständlichen Verhalten wird. Tabakprävention und Nichtraucherschutz sind Dauerthemen auf der politischen Tagesordnung. Und das ist auch richtig so, denn Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit. Über 110 000 tabakbedingte Todesfälle gibt es jedes Jahr in Deutschland. Nichtrauchen muss in Deutschland der Normalfall werden."

Die Senkung des Tabakkonsums in Deutschland gehört zu den vorrangigen gesundheitspolitischen Zielen der Bundesregierung. Dieses Ziel wird mit einem ganzen Bündel unterschiedlicher Maßnahmen verfolgt. Hierzu zählen umfassende Informations- und Aufklärungskampagnen, die Einrichtung einer telefonischen Nichtraucher-beratung unter der Nummer 01805 - 31 31 31, das Abgabeverbot von Zigaretten an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die Vereinbarung für mehr Nichtraucherschutz in der Gastronomie, die Tabaksteuererhöhung und vieles mehr. "Die Maßnahmen der letzten Jahre tragen Früchte. Besonders freue ich mich, dass Rauchen bei Jugendlichen zunehmend uncool wird. Wir haben erreicht, dass sich die Raucherquote in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen von 28% im Jahr 1997 auf 20% im Jahr 2005 gesenkt hat. Auch bei den Erwachsenen geht die Raucherquote langsam, aber stetig zurück. Wir werden unsere erfolgreiche Tabakpolitik weiter führen - vor allem auch i. S. der Raucherinnen und Raucher, die aufhören wollen, und das ist fast jeder Zweite", so Caspers-Merk.

Als eine wichtige Maßnahme der Bundesregierung zum Nichtraucherschutz gilt auch eine Änderung in der Arbeitsstättenverordnung, die im Oktober 2002 in Kraft getreten ist: Jeder Arbeitgeber ist danach verpflichtet, die nicht rauchenden Beschäftigten vor den Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen am Arbeitsplatz zu schützen. Um diese Regelung in den Betrieben zu verankern, hat das BMGS das Projektbüro "Rauchfrei am Arbeitsplatz" bei der Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. gefördert, das mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Betrieben und Gesundheitseinrichtungen eine Abschlusskonferenz in Berlin durchgeführt hat. Das Projektbüro hat während seiner 30-monatigen Laufzeit über 2500 Betriebe bei der Umsetzung eines verbesserten Nichtraucherschutz beraten. "Die große Nachfrage ist für mich ein Zeichen, dass es eine nachhaltige Bewusstseinsänderung beim Thema Nichtraucherschutz gibt, auch in den Betrieben. Ich freue mich, dass viele Unternehmen dieses Thema anpacken und Ideen entwickeln, die dem Arbeitsklima in jeder Hinsicht förderlich sind", so Caspers-Merk (Quelle: Pressemitt. des BMGS).



Quelle: DER BETRIEB, 31.05.2005

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