Wissenschaft
Frauenanteil bei Professoren seit 1995 fast verdoppelt

Bei der Professorenschaft an den deutschen Hochschulen steigt der Anteil an Frauen langsam, aber stetig. Trotzdem ist er nach wie vor sehr niedrig. Sehr unterschiedlich ist die Entwicklung in den einzelnen Fachbereichen.

HB WIESBADEN. Seit 1995 hat sich ihr Anteil nahezu verdoppelt - er ist aber dennoch weiterhin sehr niedrig, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Demnach waren 2006 rund 5 700 der 37 900 Professorenstellen mit Frauen besetzt. Während die Gesamtzahl der Professorenstellen seit 1995 nahezu unverändert blieb, wuchs der Frauenanteil in diesem Zeitraum von acht auf 15 Prozent.

Der Frauenanteil ist allerdings je nach Fächergruppe sehr unterschiedlich: Während in den Kunstwissenschaften (27 Prozent) sowie den Sprach- und Kulturwissenschaften (26 Prozent) etwa jeder vierte Lehrstuhl mit einer Frau besetzt war, lag der Anteil der Professorinnen in allen anderen Fächergruppen unter der 20-Prozent-Marke. Am deutlichsten unterrepräsentiert waren Professorinnen in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (7 Prozent), Sport (9 Prozent) sowie Mathematik/Naturwissenschaften (10 Prozent).

Insgesamt waren Ende 2006 an Hochschulen und Hochschulkliniken in Deutschland 501 400 Menschen beschäftigt, 4 200 oder 0,8 Prozent mehr als 2005. 254 200 Personen (51 Prozent) nahmen Aufgaben in nichtwissenschaftlichen Bereichen wie Verwaltung, Bibliothek, technischer Dienst und Pflegedienst, wahr. 247 200 oder 49 Prozent waren wissenschaftlich oder künstlerisch tätig.

Der Frauenanteil der an Hochschulen Beschäftigten lag bei 51 Prozent. Dabei steht allerdings einem Frauenanteil von 70 Prozent beim nichtwissenschaftlichen Personal eine Quote von 32 Prozent beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal gegenüber.

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