Young Arab Leaders: Kampfansage an das Establishment

Young Arab Leaders
Kampfansage an das Establishment

Eine spektakuläre, neue Initiative ist am Rande des diesjährigen World Economic Forum in Davos entstanden. Junge, ambitionierte Araber, oft an den besten Universitäten in den USA und Europa ausgebildet, wollen die Zukunft der arabischen Länder nicht mehr nur den alternenden Autokraten überlassen, sondern selbst in die Hand nehmen.

DAVOS. Die „Young Arab Leaders“-Initiative will in den nächsten Wochen und Monaten 100 key player unter 45 Jahren aus allen arabischen Ländern in einem Netzwerk zusammenschließen, das sich für eine veränderte Zukunft einsetzen will. Fast klingt es wie eine Kampfansage an das Establishment, wenn einer der Gründer sagt: „Die ‚Young Arab Leaders’ schleppen nicht die Last der Vergangenheit mit sich und blicken mit Hoffnung und Selbstvertrauen in die Zukunft. Wir wissen, was an unserer Gesellschaft falsch ist, und wir wissen auch, wie man es besser macht."

Vorsitz der Initiative hat Mohammed Al Gergawi, Chairman der Dubai Development and Investment Authority in der Boom-City am Golf. Zu den weiteren Gründern gehören der ägyptische Investmentbanker Mustafa Abdel-Wadood, der palästinensische Telekom-Mann Hakam Kanafani und, als einzige Frau, Sheikha Hanadi Bin Khalid Al Thani, die in Qatar eine Investmentgesellschaft managt.

Als erste Aktion plant das neue Netzwerk den „Arab World 2010 Report“, ein Szenario, wie die arabisch-islamische Welt am Ende der Dekade aussehen könnte. Der Bericht soll bereits Mitte Mai beim Sondertreffen des World Economic Forum in Amman vorgelegt werden.

Dort werden die dynamischen Jung-Araber dann auch auf eine andere führende Repräsentantin des „modernen Arabiens“ treffen: Königin Rania von Jordanien. Die 33-Jährige, in einer angesehenen jordanischen Familie palestinensischer Abstammung in Kuwait geboren, arbeitete bei der Citibank und beim Computerkonzern Apple, bevor sie den jordanischen Thronfolger heiratete. Heute setzt sie sich - unverschleiert - für die Modernisierung der arabischen Welt ein. Die jordanische Königin sitzt auch bereits im Board des World Economic Forum.

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