Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Junge Leute machen Bogen um Naturwissenschaften

Naturwissenschaftliche Studienfächer scheinen aus der Mode zu kommen. Im Jahr 2004 schrieben sich neun Prozent weniger junge Menschen an den Universitäten ein, um Physik, Chemie und Co. zu studieren.

HB WIESBADEN. Nach vorläufigen Berechnungen ging die Zahl der Studienanfänger bei den Naturwissenschaften und Mathematik um neun Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Damit lag der Rückgang fast doppelt so hoch wie im Schnitt.

Insgesamt haben im Studienjahr 2004 (Sommersemester 2004 und Wintersemester 2004/2005) etwa 360 000 Menschen in Deutschland ein Studium begonnen, das sind rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Grund für den Rückgang könnte dem Amt zufolge die Einführung von Zweitstudiengebühren in einigen Bundesländern sein.

Ingenieur-Studiengänge stehen dem gegenüber weiter hoch im Kurs. Die zahl der Studienanfänger nahm hier nur um zwei Prozent ab. Es gab allerdings auch Ausreißer: bei den Bauingenieuren mit minus 12,6 Prozent. Ähnlich stark ging die zahl der Neulinge nur bei den Elektrotechnikern mit 10,1 Prozent und den Informatikern mit 12 Prozent zurück.

Nach einer im April veröffentlichten Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft befürchten viele Technikfirmen Nachwuchsmangel. Jede vierte Firma erwartet demnach einen steigenden Ingenieursbedarf. Rund 35 Prozent aller Studierenden sind für Naturwissenschaften, Mathematik oder Ingenieursfächer eingeschrieben.

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