Zypries: Noch keine abschließenden Überlegungen
Ministerium schließt Eingriff in Manager-Gehälter nicht aus

In der Diskussion über die Höhe von deutschen Managergehältern schließt Bundesjustizministerin Brigitte Zypries gesetzliche Eingriffe nicht aus. An staatlich festgesetzte Höchstlöhne für Manager sei aber nicht gedacht.

HB BERLIN. Eine Ministeriumssprecherin sagte am Mittwoch in Berlin, abschließende Überlegungen zu dem Thema gebe es nicht. Es sei aber so, „dass man möglicherweise darüber nachdenken kann, dass man bestimmte Gehaltsentwicklungen an bestimmte Indikatoren knüpft“. Zypries habe schon vor einigen Wochen nicht ausgeschlossen, dass der Gesetzgeber zum Handeln gezwungen sein könnte, wenn die Selbstregulierungskräfte der Wirtschaft nicht wie gewünscht wirkten. Die Hoffnung des Ministeriums sei, dass man durch eine stärkere Transparenz bei den Managergehältern dazu kommt, dass es einer Deckelung nicht bedürfe.

Bislang vertraue Zypries darauf, dass über den Corporate Governance-Kodex auf der Basis von Freiwilligkeit mehr Transparenz bei den Managergehältern erzielt wird, sagte die Sprecherin. Allerdings habe die Ministerin bereits klar gemacht, dass sie mit den bisherigen Fortschritten bei der Umsetzung des Kodex nicht zufrieden sei und die weitere Entwicklung nur noch über eine begrenzte Zeit - etwa über die Frist von einem Jahr - anschauen werde. Danach stelle sich die Frage, ob der Gesetzgeber tätig werden sollte.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ludwig Stiegler hatte am Dienstag gefordert, das Gehalt von Managern sollte nicht mehr an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt werden, sondern etwa an die Zahl der Ausbildungsplätze oder den Umsatz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%